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22.07.2026
Dirk Matzik
Sehr zugewandte Mitarbeiter, die konstruktive und sinnvolle Empfehlungen geben!

Die Riester-Rente galt lange als kompliziert, teuer und renditeschwach. Mit dem Altersvorsorgedepot kommt zum 1. Januar 2027 ein staatlich gefördertes Nachfolgemodell, das genau diese Schwächen beheben soll. Sparen mit kostengünstigen ETFs und Fonds, steuerfreies Wachstum in der Ansparphase und eine flexible Auszahlung im Alter. Das Gesetz dazu wurde im März 2026 beschlossen.
Besonders spannend: Erstmals sind auch Selbstständige förderberechtigt und für Angestellte wird die private Vorsorge deutlich einfacher und günstiger. Auf dieser Seite erfährst du, wie das Altersvorsorgedepot funktioniert, welche Förderung dir zusteht, was es kostet und wie viel am Ende für dich herauskommen kann anhand ganz konkreter Rechenbeispiele.
Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge, in dem du selbst in ETFs und Fonds investierst. Es ist eine kostengünstige und renditeorientierte Alternative zur Riester-Rente.
Beim Altersvorsorgedepot legst du dein Geld nicht in einen teuren Versicherungsvertrag an, sondern direkt am Kapitalmarkt in breit gestreute ETFs und Investmentfonds. Der Staat unterstützt dich dabei mit Zulagen, ähnlich wie früher bei Riester, aber mit deutlich höheren Renditechancen, weil ein größerer Teil deines Geldes in Aktien fließen kann.
Der zentrale Unterschied zu einem ganz normalen Wertpapierdepot ist, beim Altersvorsorgedepot gibt es eine staatliche Förderung und Steuervorteile, dafür ist das Kapital für die Altersvorsorge gebunden und kann nicht jederzeit frei entnommen werden. Es handelt sich um ein zertifiziertes, förderfähiges Depot ohne verpflichtende Garantie. Du profitierst also von den Chancen der Aktienmärkte, trägst aber auch das Marktrisiko.
Das Altersvorsorgedepot startet zum 1. Januar 2027. Das zugrunde liegende Gesetz wurde im März 2026 vom Bundestag beschlossen.
Ab dem Jahr 2027 kannst du ein gefördertes Altersvorsorgedepot bei zugelassenen Anbietern eröffnen und deine ersten geförderten Beiträge einzahlen. Bestehende Riester-Verträge bleiben erhalten. Geplant ist zudem, dass sich Riester-Guthaben perspektivisch in das neue Depot überführen lässt.
Weil das Thema neu ist und viele Anbieter ihre Produkte gerade erst vorbereiten, lohnt es sich, die Konditionen frühzeitig zu vergleichen. Wer von Beginn an dabei ist, sichert sich den maximalen Zeitraum für den Zinseszinseffekt und der ist bei der Altersvorsorge der wichtigste Renditehebel.
Der Staat zahlt eine Grundzulage von bis zu 540 Euro pro Jahr. Das sind 50 Cent je Euro auf die ersten 360 Euro und 25 Cent je Euro auf die weiteren Beiträge bis 1.800 Euro. Dazu kommen bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Kind und ein Berufseinsteiger-Bonus von einmalig 200 Euro.
Die Förderung ist zweistufig aufgebaut und belohnt gerade kleine bis mittlere Sparbeträge besonders stark. Ein Überblick:
| Förderbaustein | Höhe | Bedingung |
|---|---|---|
| Grundzulage – Stufe 1 | 50 Cent je Euro | auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag → bis 180 Euro maximale Zulage |
| Grundzulage – Stufe 2 | 25 Cent je Euro | auf 360 Euro bis 1.800 Euro Eigenbeitrag → bis 360 Euro maximale Zulage |
| Grundzulage gesamt | bis 540 Euro / Jahr | bei 1.800 Euro Eigenbeitrag pro Jahr |
| Kinderzulage | bis 300 Euro / Kind | pro Kind und Jahr |
| Berufseinsteiger-Bonus | einmalig 200 Euro | für Berufseinsteiger unter 25 Jahren |
Der geförderte Eigenbeitrag liegt bei bis zu 1.800 Euro pro Jahr (rund 150 Euro im Monat). Darüber hinaus kannst du weiter einzahlen. Diese Beträge werden dann aber nicht zusätzlich bezuschusst. Für die volle Zulage genügt bereits ein vergleichsweise geringer monatlicher Beitrag. Ein Mindestbeitrag von etwa 120 Euro pro Jahr sollte eingehalten werden.
Das Altersvorsorgedepot lohnt sich für Angestellte und Selbstständige gleichermaßen. Für Selbstständige ist es besonders attraktiv, weil sie erstmals eine staatlich geförderte, flexible Altersvorsorge nutzen können.
Für Angestellte ist das Depot eine einfache und günstige Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Gerade wer die Riester-Rente wegen hoher Kosten gemieden hat, bekommt jetzt ein transparentes Produkt mit echten Renditechancen und voller staatlicher Förderung. Du baust flexibel und kostengünstig ein zusätzliches Polster auf, um die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und Wunsch-Lebensstandard zu schließen.
Für Selbstständige ist die Neuerung besonders groß. Von der Riester-Förderung waren sie in der Regel ausgeschlossen. Da viele Selbstständige nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, ist eine planbare, geförderte private Vorsorge für sie umso wichtiger. Das Altersvorsorgedepot schließt hier eine echte Lücke mit flexiblen Beiträgen, die sich an schwankende Einkommen anpassen lassen.
| Angestellte | Selbstständige | |
|---|---|---|
| Ausgangslage | Ergänzung zur gesetzlichen Rente | oft keine gesetzliche Rentenversicherung |
| Größter Vorteil | günstige, transparente Vorsorge mit voller Förderung | erstmals staatlich geförderte, flexible Vorsorge |
| Besonderheit | Alternative zur teuren Riester-Rente | Beiträge an schwankendes Einkommen anpassbar |
Im Altersvorsorgedepot kannst du in ETFs, Investmentfonds, EU-Staatsanleihen und Geldmarktfonds anlegen. Nicht erlaubt sind Einzelaktien, Kryptowährungen und hochspekulative Hebelprodukte.
Der Gesetzgeber lässt bewusst breit gestreute, langfristig orientierte Anlagen zu und schließt hochriskante Produkte aus. So sieht der Rahmen aus:
| Erlaubt | Nicht erlaubt |
|---|---|
| ETFs | Einzeltitel |
| Investmentfonds | Kryptowährungen |
| EU-Staatsanleihen | Hebelprodukte |
| Geldmarktfonds | hochspekulative Produkte |
Ein großer Vorteil gegenüber Riester: Die Aktienquote kann bis zu 100 Prozent betragen. Damit stehen dir, anders als bei den früher üblichen, stark begrenzten Riester-Fondsquoten, die vollen Renditechancen der weltweiten Aktienmärkte offen. Eine Beitragsgarantie ist nicht verpflichtend, kann aber je nach Produkt optional gewählt werden.
Die Aktienquote ist der Anteil deines Geldes, der in Aktien bzw. Aktien-ETFs investiert ist. Der Rest steckt in sichereren Anlagen wie Anleihen oder Geldmarktfonds. „Bis zu 100 Prozent" heißt: Du kannst voll auf Aktien setzen und so die maximale Renditechance nutzen, trägst dafür aber auch das volle Marktrisiko mit zwischenzeitlichen Kursschwankungen. Über lange Zeiträume gleichen sich diese Schwankungen meist aus, weshalb eine hohe Quote gerade für junge Sparer sinnvoll sein kann. Wer es ruhiger mag, wählt eine niedrigere Aktienquote oder je nach Produkt optional eine Beitragsgarantie.
Kurz gesagt: Die Kosten des Standardprodukts sind auf maximal 1 Prozent pro Jahr gedeckelt. Wer selbst günstige ETFs auswählt, kommt oft auf nur 0,1 bis 0,4 Prozent – und das macht über die Jahre einen großen Unterschied.
Bei der Altersvorsorge entscheiden schon kleine Kostenunterschiede über Zehntausende Euro Endkapital, weil die Gebühren jedes Jahr auf das gesamte angesparte Vermögen wirken. Genau hier lag das Hauptproblem von Riester mit oft 2 bis 3 Prozent Kosten pro Jahr. Beim Altersvorsorgedepot ist deshalb ein Kostendeckel von 1 Prozent für das Standardprodukt gesetzlich vorgeschrieben. Günstige ETF-Depots liegen sogar deutlich darunter. Hinzukommen können allerdings die Depotgebühren des Brokers.
| Produkt | Laufende Kosten pro Jahr |
|---|---|
| Riester-Rente (bisher) | oft 2–3 Prozent |
| Altersvorsorgedepot – Standardprodukt | max. 1 Prozent (gesetzlicher Deckel) |
| Altersvorsorgedepot – günstiges ETF-Depot | 0,1–0,4 Prozent |
Ausgezahlt wird frühestens ab dem 65. Lebensjahr. Bis zu 30 Prozent kannst du dir auf einen Schlag auszahlen lassen, der Rest läuft als Auszahlplan oder lebenslange Rente. In der Ansparphase bleibt alles steuerfrei, versteuert wird erst die spätere Auszahlung.
Der Renteneintritt aus dem Depot ist flexibel und beginnt frühstens ab dem 65. Lebensjahr, unter bestimmten Bedingungen auch früher bei vorzeitiger Altersrente. Bei der Auszahlung hast du mehr Freiheit als bei Riester:
Steuerlich ist das Depot besonders attraktiv: In der Ansparphase fallen weder Abgeltungsteuer noch Vorabpauschale an, und auch Umschichtungen zwischen Fonds bleiben steuerfrei. Erst in der Auszahlphase wird der geförderte Teil (bis 1.800 Euro pro Jahr) nachgelagert mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert und der ist im Ruhestand meist niedriger als im Berufsleben. Für nicht geförderte Zusatzbeiträge gelten andere Regeln (z. B. Ertragsanteilsbesteuerung oder Halbeinkünfteverfahren). Sozialabgaben fallen auf die Auszahlung nicht an.

Das Altersvorsorgedepot ist der Riester-Nachfolger, nur günstiger, renditestärker und flexibler. Bestehende Riester-Verträge bleiben bestehen, sollen sich aber perspektivisch in das neue Depot überführen lassen.
| Kriterium | Riester-Rente | Altersvorsorgedepot |
|---|---|---|
| Kosten p. a. | hoch (2–3 Prozent) | niedrig (max. 1 Prozent, ETF 0,1–0,4 Prozent) |
| Aktienquote | stark begrenzt | bis zu 100 Prozent |
| Renditechance | gering | hoch |
| Beitragsgarantie | verpflichtend | optional |
| Selbstständige | meist ausgeschlossen | förderberechtigt |
| Auszahlung | wenig flexibel | bis 30 Prozent einmalig, Rest Plan/Rente |
| Steuer (Ansparphase) | teils Abgeltungssteuer auf nicht-geförderte Teile je nach Produkt- und Fondstyp | steuerfrei für den geförderten Teil (keine Abgeltungssteuer) |
| Transparenz | gering | hoch |
Riester scheiterte vor allem an hohen Kosten, geringen Renditen und mangelnder Transparenz. Das Altersvorsorgedepot behebt genau diese Punkte. Wenn du bereits einen Riester-Vertrag hast, musst du nichts überstürzen. Lass aber prüfen, ob sich ein Wechsel oder eine spätere Überführung für dich rechnet.
Anbieten werden das Depot voraussichtlich Banken, Fondsgesellschaften, Sparkassen und Neobroker. Beim Vergleich zählen vor allem Kosten, ETF-Auswahl, Flexibilität der Beiträge und die Qualität der Auszahlungsoptionen.
Weil das Altersvorsorgedepot erst 2027 startet, konkretisieren die Anbieter ihre Produkte gerade. Erwartet werden Angebote von klassischen Banken und Sparkassen, von Fondsgesellschaften wie Union Investment sowie von digitalen Brokern wie Scalable Capital. Achte beim Vergleich vor allem auf:
Weil sich die Konditionen stark unterscheiden werden, lohnt sich ein neutraler Vergleich, bevor du dich festlegst. Genau dabei unterstützen wir dich als unabhängiger Ansprechpartner und ohne Mehrkosten für dich.

Wer 30 Jahre lang 150 Euro monatlich einzahlt und die Grundzulage nutzt, kann bei rund 6 Prozent Marktrendite auf ein Endkapital von etwa 183.000 Euro kommen – davon rund 16.000 Euro geschenkte Zulagen und über 100.000 Euro reiner Wertzuwachs.
Das folgende Beispiel zeigt, wie stark Zulagen und Zinseszins zusammenwirken:
| Position | Wert im Beispiel |
|---|---|
| Eigenbeitrag | 150 Euro / Monat (1.800 Euro / Jahr) |
| Grundzulage | 540 Euro / Jahr |
| Laufzeit | 30 Jahre |
| Angenommene Rendite | rund 6 Prozent brutto / 5,8 Prozent nach Kosten |
| Eingezahlte Eigenbeiträge | ca. 54.000 Euro |
| Geschenkte Zulagen | ca. 16.000 Euro |
| Reiner Wertzuwachs | über 100.000 Euro |
| Voraussichtliches Endkapital | ca. 183.000 Euro |
Wichtig: Diese Werte sind Beispielrechnungen bei angenommener Rendite und keine Garantie. Aktienmärkte schwanken, und das Altersvorsorgedepot arbeitet ohne verpflichtende Garantie. Über 30 Jahre gleichen sich Schwankungen aber statistisch aus und der lange Anlagehorizont ist dein größter Verbündeter.
Das Altersvorsorgedepot ist die vielleicht wichtigste Reform der privaten Altersvorsorge seit Jahren. Günstige ETFs statt teurer Verträge, echte Renditechancen, steuerbegünstigtes Wachstum und volle staatliche Förderung – ab 2027 erstmals auch für Selbstständige. Für die meisten Angestellten und Selbstständigen ist es ein starker Baustein, um die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und gewünschtem Lebensstandard zu schließen.
Ob und wie genau sich das Depot für dich rechnet, hängt von deinem Einkommen, deiner Familiensituation und deinen Zielen ab. Wir helfen dir, deine Förderung optimal auszuschöpfen und das passende Depot auszuwählen.
Seit der Gründung von OPTINVEST im Jahr 2012 haben wir uns darauf spezialisiert, Angestellte, Beamte und Berufseinsteiger umfassend in den Bereichen Versicherungen, Geldanlagen und Finanzierungen zu beraten. Unser Gründer Mirko Feller, der nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann Berufsschullehramt studiert und mehrere Jahre als Lehrer gearbeitet hat, bringt gemeinsam mit dem gesamten Team über 50 Jahre Erfahrung aus verschiedenen Bereichen der Finanz- und Versicherungswelt mit. Dieses Wissen setzen wir täglich dafür ein, für unsere Kundinnen und Kunden die besten Lösungen am Markt zu finden – individuell zugeschnitten auf die jeweilige Lebenssituation.
Heute vertrauen uns bereits mehrere tausend Menschen, die auf eine Beratung auf Augenhöhe und transparente Entscheidungen setzen. Besonders stolz sind wir auf das positive Feedback, das wir von unseren Kundinnen und Kunden erhalten – es bestätigt unseren Anspruch, stets die optimale Lösung zu bieten. Wenn auch du von unserer Beratung profitieren möchtest, danken wir dir schon jetzt herzlich für dein Vertrauen. Wir versprechen dir: Auch für dich werden wir unser Bestes geben, damit du rundum sicher aufgestellt bist – heute und in Zukunft.


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