Versicherungen für junge Leute – Tipps für die richtige Absicherung

Das Problem des geringen Budgets

Als Schüler sind die meisten noch über ihre Eltern versichert, in der Krankenversicherung oder der Privat-Haftpflichtversicherung etwa. Doch sobald die Schulzeit beendet ist und das Studenten- oder Berufsleben beginnt, müssen sich junge Leute über ihre eigenen Versicherungen Gedanken machen.

Hier ist das geringe Budget oft das Kriterium, weshalb eine umfassende Absicherung mit allen sinnvollen Versicherungen noch nicht möglich ist. Während Studenten oft mit Nebenjobs oder elterlichen Zuschüssen gerade einmal so viel verdienen, dass sie den eigenen Lebensunterhalt stemmen können, haben Auszubildende den Vorteil einer monatlichen Vergütung. Doch auch die gibt bei weitem noch nicht so viel her, dass alle Versicherungen, die sinnvoll und nötig sind, schon abgeschlossen werden können.

Folglich neigen viele junge Leute dazu, das Thema Versicherungen noch überhaupt nicht anzugehen. Doch Verbraucherschützer und Versicherungsexperten sind sich einig, dass diese Herangehensweise nicht richtig ist und sogar fatale Folgen haben kann. Es bleibt also die Frage: Welche Versicherungen sind für junge Leute unabdingbar? Und auf welchen Schutz kann man während des Studenten- und Auszubildenden-Daseins noch gut verzichten?

Die richtige Herangehensweise

Versicherungen für junge Leute kommen in der Schulzeit zu kurz

Wer die Schule frisch abgeschlossen hat, kann oft super Integrale berechnen, Shakespeare analysieren und das Bruttoinlandsprodukt eines Landes bestimmen. Doch bei der Frage nach den richtigen Versicherungen hört das in der Schulzeit erworbene Wissen auf. Leider sind Eltern in vielen Fällen ähnlich schlecht informiert und wissen nur das, was ihr eigener Versicherungsvertreter ihnen empfiehlt. Ob das jedoch die sinnvollste Lösung ist, weiß man nicht.

Das Internet als erste Anlaufstelle

Also machen junge Menschen genau das, was naheliegt: Sie fragen Google nach den sinnvollen Versicherungen. Die Idee ist prima – denn nicht anders ist wahrscheinlich der ein oder andere auf diesem Artikel gelandet. Doch schnell stellt man fest, dass sich die Tipps verschiedener selbst ernannter Experten teils deutlich voneinander entscheiden. Wem glaubt man nun?

Versicherungen für junge Leute – viele überflüssige Angebote

Vor so manch einer Universität warten schon die ersten frisch gestriegelten Vertreter und bewerben den Abschluss von augenscheinlich bedarfsgerechten „Studentenkonzepten“. Darin enthalten sind häufig Lebensversicherungen, Hausratversicherungen, Rechtsschutzversicherungen und Versicherungsschutz für den Rücktritt von Hochzeiten.

Versicherungen für junge Leute – Dieser Schutz ist wirklich sinnvoll

Die grundsätzliche Idee

Seien wir ehrlich. Versicherungsschutz braucht man – gerade in jungen Jahren – nur gegen das, was man sich ohne Versicherung nicht leisten könnte. Mehr gibt das Budget keineswegs her. Aus diesem Grund zeige ich im Folgenden, welche Gefahren am größten sind und richtig teuer werden können und empfehle den Versicherungsschutz gegen ebendiese Gefahren.

Baustein 1: Privat-Haftpflichtversicherung

Wer anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, haftet dafür. Und zwar unbeschränkt mit dem gesamten Privatvermögen. Das kann also richtig teuer werden. Folgerichtig ist die Privat-Haftpflichtversicherung der erste Baustein, den junge Leute abschließen sollen. Vorteilhaft ist, dass dieser Schutz überhaupt nicht teuer ist. Mit einer ordentlichen Versicherungssumme von 10 Mio. EUR gibt es eine solche Absicherung schon für rund 50 EUR im Jahr.

Ein Tipp vom Experten: Oftmals sind junge Leute während ihrer Erstausbildung noch über ihre Eltern haftpflichtversichert. Hier lohnt sich ein Blick in die Police!

Baustein 2: Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer aus gesundheitlichen Gründen oder wegen eines Unfalls seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, steht ohne Einkommen dar. Gerade bei jungen Leuten kann das richtig teuer werden. Wer noch 40 Jahre zu arbeiten hat und monatlich 2.000 EUR netto verdient, wird in seinem Berufsleben noch knapp 1 Mio. EUR verdienen. Netto! Eine gigantische Summe, derer man sich häufig gar nicht bewusst ist – Urlaubsgeld, Gehaltserhöhungen und Inflation noch gar nicht berücksichtigt.

Und wer kann schon auf 1 Mio. EUR verzichten? Daher ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute ein absolutes Muss! Für Berufsstarter und Studenten gibt es außerdem bei vielen Versicherern die Möglichkeit gibt, diesen wichtigen Schutz für verminderte Anfangsbeiträge zu bekommen, sodass man es sich auch während des Studiums oder der Ausbildung auch leisten kann. Der Beitrag liegt dann oft bei nur 10 EUR im Monat, natürlich von vielen Faktoren abhängig, sodass diese Zahl keinesfalls repräsentativ ist.

Hinzu kommt, dass bei Vertragsabschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung detaillierte Gesundheitsfragen gestellt werden. Wer Vorerkrankungen hat, muss mit Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen rechnen. Der Abschluss lohnt sich also vor allem dann, wenn man noch kerngesund ist. Bei vielen Versicherungsunternehmen ist das sogar schon als Schüler möglich.

Wer Vorerkrankungen wie Allergien oder Rückenleiden hat, wendet sich am besten an einen unabhängigen Makler, der im Rahmen einer Risikovoranfrage mit den Versicherern die Versicherbarkeit klärt und einen passenden Anbieter auswählt.

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Baustein 3: Krankenversicherung

Eine Krankheit oder ein Unfall kann für junge Leute aber auch schon zum finanziellen Ruin werden, wenn keine Berufsunfähigkeit vorliegt. Denn Ärzte und Krankenhäuser sind nun einmal nicht günstig und eine ärztliche Behandlung ist oft unumgänglich.

Bei Studenten

Wenn die Eltern in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, sind Studenten meist bis zum 25. Lebensjahr noch kostenlos über die Familienversicherung mitversichert. Im Falle dessen, dass die Eltern privatversichert sind, kann sich der Student frei entscheiden, ob er sich privat oder gesetzlich versichern möchte.

Auch wenn Verbraucherschützer oft zur gesetzlichen Krankenversicherung raten, weil diese günstiger ist, kann die Studienzeit eine super Gelegenheit sein, die erheblich besseren Leistungen der Privaten Krankenversicherung während des Studiums auszuprobieren. Der Hintergrund: Nach dem Studium gehen die meisten Studenten ins Angestelltenverhältnis und sind dort ohnehin wieder in der Gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss zu Studienbeginn (der wird bei Abschluss einer Privaten Krankenversicherung recht detailliert erfragt) lässt sich dann aber für einen geringen monatlichen Beitrag „einfrieren“, sodass man im späteren Berufsleben, wenn beispielsweise das Gehalt über die Versicherungspflichtgrenze steigt oder man sich selbstständig macht, wieder ohne erneute Gesundheitsprüfung in die Private Krankenversicherung zurück wechseln kann.

Ab dem 25. Lebensjahr müssen Studenten ihre Kranken- und Pflegeversicherung auch in der gesetzlichen selbst bezahlen.

Bei Auszubildenden

Bei jungen Leuten, die einer Berufsausbildung nachgehen, ist das Ganze einfacher. Auszubildende verdienen in aller Regel eine sozialversicherungspflichtige Vergütung, das heißt sie sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert.

Hier bleibt nur die Wahl, bei welcher Krankenkasse man sich versichern möchte. Rund 95% der Leistungen sind ohnehin bei allen Kassen gleich. Für den Rest lohnt es sich, die Leistungen zu vergleichen. Da der Beitrag nämlich ohnehin nur vom Lohn abhängt und damit bei allen Krankenkassen gleich ist, sind gute Leistungen quasi kostenlos zu bekommen. Eine unabhängige Beratung lohnt sich.

Baustein 4: Altersvorsorge

Mit den ersten drei Bausteinen ist der unabdingbare Grundstock bei der Wahl der richtigen Versicherungen für junge Leute bereits gelegt. Wer dann noch etwas Geld übrig hat, sollte an sein Alter denken. Denn die Gesetzliche Rentenversicherung bietet nur noch eine Grundabsicherung. Wer im Alter in etwa sein Einkommensniveau halten möchte, das er während das Berufsleben hatte, der muss privat für das Alter vorsorgen. Und hier lohnt es sich früh anzufangen. Warum?

Versicherungen für junge Leute – Altersvorsorge mit Turbo Zinseszins

Der Effekt ist einfach: Je eher ich beginne, für das Alter vorzusorgen, desto mehr Auftrieb bekommt mein Sparguthaben durch den Zinseszins. Beginne ich auch nur ein Jahr später, fehlt mir in diesem progressiv steigenden Zinseszinseffekt praktisch das letzte Jahr. Und das macht schnell einige tausend Euro aus.

Staatliche Förderung mitnehmen

Für Auszubildende lohnt sich sehr häufig die Riester-Rente. Junge Leute in der Berufsausbildung bekommen hier für einen geringen Eigenbeitrag von oft nur einigen Euro im Monat eine stattliche Förderung vom Staat. Hier gibt es einige Durchführungswege und zig Anbieter. Einige sind teurer und andere günstiger, einige schaffen eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften, andere eine geringere. Die Inanspruchnahme einer unabhängigen Beratung ist bei der Wahl der richtigen Versicherungen für junge Leute daher unabdingbar.

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Versicherungen für junge Leute – Fazit

Dieser Überblick ist eine gute erste Orientierung für junge Leute, ersetzt jedoch kein persönliches Beratungsgespräch. Je nach Situation (Einkommen, berufliche und private Perspektiven, Gesundheitszustand, …) macht der eine oder andere Baustein mehr oder weniger Sinn und womöglich kommen noch andere sinnvolle Absicherungen hinzu.

Tipp vom Experten: Eine persönliche Beratung ist sinnvoll. Diese muss unbedingt unabhängig und ganzheitlich ausgerichtet sein. Suchen Sie sich einen Berater, dem Sie vertrauen können und behalten Sie meine Empfehlungen bei Ihrer Entscheidung im Hinterkopf.

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