Krankenversicherung im Referendariat

So einfach finden Referendare den besten Versicherungsschutz

Erstes Staatsexamen oder Master geschafft – endlich! Nun geht es ab ins Referendariat, die letzte Runde der Ausbildung beginnt. Referendare sind sog. Beamtenanwärter und haben den Status des Beamten auf Widerruf. Das heißt, in Versicherungsfragen sind sie zu behandeln wie Beamte.

Und jetzt kommt es: Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Was kosten die Varianten jeweils? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Was ist in diesem Kontext Beihilfe? Und wie hoch ist sie?

Fragen über Fragen – hier liest du die Antworten.

Krankenversicherung im Referendariat – Grundsätzliches vorab

Egal ob Lehramtsreferendariat oder Rechtsreferendariat, in einigen Bundesländern werden Referendare als Angestellte im öffentlichen Dienst eingestellt. Diese unterliegen dann nicht dem Beamtenstatus und für diese gelten in Versicherungsfragen meist die gleichen Regeln wie für Angestellte in der Privatwirtschaft auch.

In diesem Artikel widme ich mich verstärkt den Besonderheiten des Beamtenrechts, da das zu verstehen und richtig anzuwenden für die Vielzahl der Referendare wohl die größte Hürde ist.

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So funktioniert die Krankenversicherung im Referendariat

Grundsätzlich steht es verbeamteten Referendaren frei, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern möchten. Warum sind dann nahezu alle Referendare und Beamte privat versichert? Der wichtigste Unterschied in diesem speziellen Fall ist die Beihilfe, die ich dir hier kurz erläutern möchte.

Beihilfe in der Krankenversicherung im Referendariat

„Die Beihilfe ist eine finanzielle Unterstützung in Krankheits-, Geburts-, Pflege- und Todesfällen für deutsche Beamte, Soldaten und Berufsrichter, deren Kinder sowie deren Ehepartner, soweit diese nicht selbst sozialversicherungspflichtig sind.“, so definiert es Wikipedia. Heißt, der Dienstherr (also das Land oder der Bund, das dich beschäftigt) kommt bereits für einen bestimmten Teil deiner Krankheitskosten auf, für den du dich demzufolge nicht selbst versichern musst.

Der Beihilfesatz hängt von deinem Familienstatus und der Zahl deiner Kinder ab. Ein lediger oder verheirateter Referendar mit maximal einem Kind (das ist wohl der häufigste Fall) hat üblicherweise einen Beihilfesatz von 50%. Bei mindestens zwei Kindern beträgt dieser Satz bereits 70% und die beihilfeberechtigten Kinder bekommen zumeist 80% Beihilfe. Zu versichern ist also nur der Satz, der nach Abzug der Beihilfe noch übrig bleibt, sprich im Regelfall 50%

Versicherungspflicht für die Krankenversicherung im Referendariat?

Für die verbleibenden Kosten besteht grundsätzlich Versicherungspflicht in der Krankenversicherung im Referendariat. Das heißt, dass Referendare für die verbleibenden Krankheitskosten, also die Differenz zu 100%, eine zusätzliche Krankenversicherung benötigen. Da Krankheitskosten schnell sehr teuer werden können und damit für den Einzelnen ein unkalkulierbares Risiko sind, ist dies jedoch ohnehin empfehlenswert.

Gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Die Besonderheit an der Beihilfe ist, dass diese grundsätzlich nur dann gezahlt wird, wenn der Referendar privat krankenversichert ist. Für gesetzlich Versicherte gibt es hingegen keine Beihilfe. In diesem Fall müsstest du den gesamten Krankenversicherungsbeitrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) selbst zahlen. Aktuell liegt dieser bei 14,6% des Bruttogehalts plus Zusatzbeitrag je nach Krankenkasse.

Eine private Krankenversicherung im Referendariat bei 50% Beihilfe kostet in der Regel so um die 70-100 EUR im Monat. Bei der gesetzlichen Krankenvollversicherung (Beihilfe gibt es hier ja nicht) liegt der Beitrag bei rund 200 EUR monatlich.

Für Beamtenanwärter ist demzufolge eine private Krankenzusatzversicherung dringend ratsam.

Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung im Referendariat

Vorteile

  • Du bekommst die Beihilfe und musst nicht die gesamten Krankheitskosten selbst versichern.
  • Der Leistungsumfang der privaten Krankenversicherer ist höher als der der gesetzlichen Krankenkassen.
  • Du hast grundsätzliche die freie Arztwahl.
  • Wer sich kostenbewusst verhält, bekommt oft einen Teil der Beiträge zurückerstattet.
  • Die private Krankenversicherung übernimmt auch komplizierte Behandlungen, für die es in der gesetzlichen meist einer Zuzahlung oder ein Zusatzversicherung bedarf.

Nachteile

  • Meist musst du das Geld an den Arzt vorstrecken und bekommst es erst später über die Beihilfe und die private Krankenversicherung im Referendariat wieder zurück. Bei teuren OPs bspw. rechnen viele Krankenhäuser jedoch direkt mit den Versicherungen ab.
  • Kinder werden nicht kostenlos über die Familienversicherung mitversichert. Durch den hohen Beihilfeanteil von 80% kosten Kinder jedoch meist nur rund 30-40 EUR im Monat.
  • Es gibt in der privaten Krankenversicherung im Referendariat eine Gesundheitsprüfung, die bei bestehenden Vorerkrankungen zu einem höheren Beitrag führen kann.

Oftmals wird auch der steigende Beitrag im Alter als Kritikpunkt der privaten Krankenversicherung angeführt. Das halte ich jedoch für fragwürdig, da auch der Beitrag der gesetzlichen Krankenkassen im Alter ansteigt – zum einen auf Grund des üblicherweise steigenden Einkommens im Alter und zum anderen, da der Beitragssatz nicht garantiert ist und jederzeit angepasst werden kann.

Krankenversicherung im Referendariat – So kommst du an den besten Schutz

Wegen der Beihilfe ist es für Referendare unbedingt ratsam, eine gute private Krankenversicherung zu finden.

Die Tarife der privaten Krankenversicherer unterscheiden sich in den Leistungen und in den Prämien häufig gravierend. Oft sind es Kleinigkeiten, die für einen Laien schwer erkennbar sind, die anschließend aber Probleme bei einer anstehenden Arztbehandlung nach sich ziehen können. Auch die angesprochene Gesundheitsprüfung führt bei ein und derselben Vorerkrankung längst nicht bei allen Versicherern zu denselben Ergebnissen. So kann ein Versicherer A einen Zuschlag für die Krankheit erheben, während Versicherer B diese zum normalen Beitrag mitversichert.

Suche dir für die Wahl der richtigen Krankenversicherung also auf jeden Fall Rat von einem unabhängigen Versicherungsmakler, der mit dir die Unterschiede bespricht und deine Versicherbarkeit vor der Antragstellung mit dem Versicherer abklärt. Nur so gehst du auf Nummer sicher, dass du den besten Schutz zum besten Beitrag bekommst.

Wenn ich dich mit meinen Ratschlägen überzeugen konnte, fordere doch gleich einen Termin mit mir an und du wirst verblüfft sein, wie einfach es mit Expertenhilfe ist, die beste Krankenversicherung im Referendariat zu finden.

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Nachtrag vom 30.11.2015: Erfahre hier in einem neuen Artikel mehr zu den Unterschieden zwischen der Gesetzlichen und der Privaten Krankenversicherung im Referendariat.

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